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Husum & Meer

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Mรถwe am Hafen sitzt auf einem Poller

Moin! Nach meinem jรผngsten Sohn ist nun auch meine Tochter mit ihren zwei Katzen nach Husum (Schleswig-Holstein) umgezogen. Ich liebe meine Kinder, und ich liebe das Meer. Insbesondere die Nordsee. Es gibt also viele Grรผnde fรผr ein Wiedersehen!

Andy und ich nutzten die freie Zeit nach dem Umzu, um Husum und die Nordseekรผste zu erkunden. Da wir beide Mitglied im Fotokreis Lรถrrach sind, und das Jahresthema fรผr die nรคchste Ausstellung „Bewegung“ lautet, versuchten wir natรผrlich, dieses Thema auch hier umzusetzen.

Streifzรผge durch die Innenstadt und den Hafen

Kleine, bunte Hรคuser, Backsteinfassaden und Reetdรคcher: Die Architektur ist hier schon sehr speziell. Ich find’s toll. Noch am Abend der Anreise zog es uns in die Innenstadt und den Hafen fรผr Langzeitaufnahmen mit Stativ.

Ein junger Mann kam aus dem Husumer Speicher nach einer Party und sprach uns direkt an, was wir fotografierten und woher wir kรคmen? Es stellte sich heraus, dass er meine Tochter bereits kannte. So schnell geht das hier im „kรผhlen Norden“!

Am nรคchsten Tag – das Auto war bereits ausgeladen, so hatten wir einen ganzen Tag gewonnen – ging es nochmal in die Innenstadt.

ehemaliges Kavaliershaus

In einem Innenhof fanden wir das ehemalige Kavaliershaus, Teil des Schlossparks von Husum.

Offensichtlich wird das Haus (zum Teil?) als Kรผnstleratelier genutzt. Es gibt etliche Ferienwohnungen, die sich namentlich auf dieses Haus beziehen.

Mein Favorit war natรผrlich die Katze auf der blauen Sitzbank.

Am nรคchsten Abend ging es noch zum Schloss vor Husum (obwohl es meines Erachtens recht nah in der Innenstadt lag).

Bewegung am Tag

Im Hafen versuchten wir mit Hilfe von ND-Filtern am helllichten Tag Bewegungen sichtbar zu machen, indem wir lรคngere Belichtungszeiten auswรคhlten. Die Zรผge und der Lastkraftverkehr auf der Brรผcke waren recht unspektakulรคr. Aber wir fanden dann doch etwas Typisches fรผr Husum:

Windspiel mit Fischen aus Metall

Hier ein Windspiel mit stilisierten Fischen aus Metall. Sie drehten sich unterschiedlich schnell im Wind.

Auch hier wurden wir freundlich und hรถflich angesprochen. Die Leute waren stets ausgesprochen freundlich, interessiert und offenherzig.

Der nachfolgende Moment war fรผr mich ein bisher einmaliges Erlebnis. Die Zugbrรผcke wurde fรผr eine kleine Yacht geรถffnet, die aus dem Hafen auf die hohe See wollte. Technik, die mich begeistert.

Eilig darf man es aber als Bootskapitรคn nicht haben. Der Zugfahrplan hatte ganz klar die hรถhere Prioritรคt. Es dauerte eine gute halbe Stunde, bevor die Brรผcke fรผr den StraรŸen- und Bahnverkehr gesperrt wurde.

Sonne, Mond und Sterne – und Meer

Ein Projekt stand noch aus: Sternenfotografie. An der Kรผste gibt es (wenige) groรŸe Stรคdte, รผber dem Meer quasi NULL Lichtverschmutzung. Beste Voraussetzungen fรผr eine gute Sicht auf die Sterne. AuรŸerdem hatten wir einige wolkenlose Tage und auch sternenklare Nรคchte. Kaum Dunst kein Nebel. Auf ging’s nach Westerhever. Die Fahrt dorthin war wie eine Fahrt in eine andere Welt. Kilometerlang gerade StraรŸen, neben dran Wiesen, Kรผhe, Schafe, kaum Felder, Grรคben mit Schilf. Entspannung pur – extreme relaxing!

ABER:

In sรผdlicher Richtung: Der Leuchtturm von Westerhever. Der war zwar in Sichtweite, aber fรผr meine Verhรคltnisse auรŸer Laufweite. Sonst hรคtten wir den gerne mit in Szene gesetzt. Weiter รถstlich der Vollmond. Trotz Gegenlicht waren die Sterne deutlich erkennbar. Unfassbar!

Basisaufnahme fรผr die Sternenspuren: ein Einzelbild, Belichtungszeit 60s. Danach wechselte ich in den Live-Composition-Modus meiner Kamera und konnte am Monitor die Entwicklung des Bildes beobachten.

Bereits nach wenigen Aufnahmen konnte ich die Bewegung der Sterne nachvollziehen, dieses Bild besteht aus 30 Einzelaufnahmen mit je 60s Belichtungszeit. Das ergibt eine gesamte Aufnahmezeit von 30min. Eine Aufnahme im Bulbmodus wรคre nach 30min wahrscheinlich vรถllig รผberstrahlt.

Sterne und Mond: check! Fehlen nur noch Sonne und Meer. Dazu fuhren wir am Abend vor unserer Rรผckreise noch nach Nordstrand, Norderhafen. Mit der Hoffnung auf einen unverdauten Blick in Richtung Westen. Im Wattenmeer fรผhrende Linien fรผr ein schรถnes Landschaftsfoto zu finden war nun eine Herausforderung. Nach wenigen hundert Metern รผber den Deich, hinter dem obligatorischen Schafgatter, wurde ich dann fรผndig.

Es war zwar nicht nur Urlaub, sondern mit Arbeit verbunden, aber das Meer, die Leute, die Natur, die Weite haben mich vielfach belohnt. Ich bin sicher, ich werde die Nordsee bald wiedersehen. Tschรผss!

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